Unter dem Leitgedanken „Werte verstehen – Wünsche klären – selbstbestimmt entscheiden“ entsteht ein neues Beratungsangebot. Projektstart ist im Frühjahr 2027.
Das Hospiz Stuttgart erweitert sein Angebot um eine neue Beratungsstelle für Menschen, die sich mit Fragen rund um die letzte Lebensphase auseinandersetzen möchten. Unter dem Leitgedanken „Werte verstehen – Wünsche klären – selbstbestimmt entscheiden“ bietet die Einrichtung künftig Beratung für Menschen jeden Alters sowie deren Angehörige an. Ziel ist es, persönliche Werte und Wünsche frühzeitig zu reflektieren und selbstbestimmte Entscheidungen für die letzte Lebensphase zu ermöglichen.
Die neue Beratungsstelle versteht sich als Anlaufstelle für alle, die sich unabhängig von einer akuten Erkrankung mit Fragen zu Vorsorge, Lebensqualität, Sterben und Abschied beschäftigen möchten. In vertraulichen Gesprächen werden individuelle Anliegen aufgegriffen und Orientierung in einer oft emotional herausfordernden Lebenssituation angeboten.
„Mit der neuen Beratungsstelle verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz und erweitern unser Verständnis von Hospizarbeit. Wir begleiten Menschen nicht erst am Lebensende, sondern schaffen frühzeitig Möglichkeiten, um Wünsche und Bedürfnisse zu formulieren und mit Angehörigen über Werte oder Entscheidungen ins Gespräch zu kommen. Das stärkt die Selbstbestimmung und entlastet“, sagt Carola Riehm, Gesamtleitung des Hospiz Stuttgart. Gleichzeitig versteht sich die Beratungsstelle als Beitrag zur Suizidprävention, indem sie Raum für Gespräche schafft, Belastungen ernst nimmt und Perspektiven eröffnet.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gedanken der Caring Community. Ziel ist es, tragfähige soziale Netzwerke zu fördern und das gesellschaftliche Miteinander im Umgang mit Krankheit, Sterben, Tod und Trauer zu stärken. Die Beratungsstelle möchte Menschen nicht nur individuell begleiten, sondern auch das Bewusstsein dafür schärfen, dass Fürsorge eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist.
Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt und wird von den Projektverantwortlichen Christa Barron und Magdalene Goldbach aufgebaut. Beide bringen langjährige Erfahrungen als Palliative Care Fachkräfte in der Hospizarbeit sowie unterschiedliche fachliche Perspektiven mit. Die ersten Beratungsgespräche sollen ab Frühjahr 2027 in der Werastraße 22 in Stuttgart angeboten werden.
Ermöglicht wird das Projekt durch die Förderung der Karin von Holzbrinck Stiftung, die damit einen wichtigen Beitrag zum Ausbau der psychosozialen Begleitung und Unterstützung von Menschen in der letzten Lebensphase leistet.
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